Projektgruppe “Makrofotografie”

„Mal etwas Spezielles“ – sagt sich diese Arbeitsgruppe. Fotografie ist vielseitig. Will man Außergewöhnliches schaffen, muss man sich auch mal auf etwas Spezielles einlassen.

Wir wissen nicht nur, dass es Makroobjektive, Lupenobjektive, Balgengeräte, manuelle Einstellschlitten, Stacking, Helicon, Zerena, Franzis und Photoshop gibt, wir benutzen diese Sachen auch. Dazu suchen wir interessante und inspirierende Locations auf. Als Beispiel sei einmal der „Botanische Garten“ in Düsseldorf genannt.

Die Erfahrungen mit diesen Ausrüstungen und Programmen sind unterschiedlich und so haben alle Clubmitglieder die Möglichkeit, sich Wissen anzueignen und mit geübten Vereinsmitgliedern auf Entdeckungstour der ganz kleinen Welt zu gehen.

Unsere Treffen sind nicht regelmäßig sondern abhängig von unseren Vorhaben und Zielen. Dazu zählen nicht nur die gemeinsamen Übungen und deren Nacharbeit, sondern auch der Besuch von Ausstellungen und Veranstaltungen.

Ansprechpartnerin: Ulrike Scharfenberger

Hallo Freunde der Makrofotografie,

sicher wollt Ihr wissen, wie es in unserer Gruppe weitergegangen ist.
Wir haben uns mehrfach getroffen, viele Dinge besprochen und natürlich auch fotografiert.

Hier werden wir Euch immer wieder mal über unsere Aktivitäten berichten und Euch auch den einen oder anderen Tipp geben.

 

Aug in Aug mit dem Raubvogel …

Ganz so dramatisch ist es in einer Greifvogelwarte dann doch nicht.
Die Vögel, hier eine Ohreule, sind an neugierige Besucher gewöhnt. Trotzdem ist ein Tele, hier ein Zoom mit 250 mm notwendig. Da es recht dunkel im Gehege war habe ich Blende F 6.3 gewählt, was zu einer Belichtungszeit von 1/250 sec und Iso 2000 geführt hat.
Meine Spiegelung im Auge habe ich natürlich erst beim Hochvergrößern gesehen.
Dank dem aufmerksamen und geduldigen Model.

Text und Foto: Günter Heurung

 

Makro – Sommer – Urdenbacher Kämpe

Dieser Sommer ist zu schade, um im Studio zu sitzen und zu fachsimpeln. Da gehen wir doch lieber raus in die Natur und schauen, was uns vor die Linse kommt.

Entlang des Rheins bei Mohnheim und Düsseldorf zieht sich die Urdenbacher Kämpe, ein wunderschönes Wald-, Feld- und Wiesengebiet, das zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Urdenbacher_Kämpe).

Das war unser Ziel. Einen festen Plan, wo wir genau hinwollten, hatten wir nicht: Das Licht sollte uns leiten.
Aber ein Thema hatten wir uns ausgedacht: Strukturen und das wollten wir nicht eng auslegen.

Klassischer kann man Strukturen nicht einfangen – das Foto bedarf keiner weiteren Erklärung.

Foto: Andrea Hermann

Auch die Schnecke zeigt, wie schön ihr Haus strukturiert ist.

Foto: Kathrin Stempel

Einen Korkenzieher mit drei Früchten haben wir auch entdeckt:

Foto: Kerstin Schütze

Eine Distel reckt sich uns neugierig entgegen.

Foto: Kerstin Schütze

Immer wieder schön: ein Insekt auf einer Pflanze.

Foto: Andrea Hermann

Und das wollen noch Insekten werden, zwei Birkenspanner.

Foto: Kerstin Schütze

Und manchmal ist das Insekt auf der anderen Seite.

Foto: Ulrike Scharfenberger

 

Es ist immer wieder faszinierend, was man alles entdecken kann, wenn man nur offenen Auges durch die Natur geht.

Uns allen hat der Fotowalk unglaublich viel Spaß gemacht und es ist deutlich später geworden als geplant.

Foto: Kerstin Schütze

 

Und jetzt  zieht selber los.

Viel Spaß dabei und gutes Licht wünscht Euch
Ulrike  

Makro-Tele-Objektiv – widerspricht sich das?

Ich weiß nicht, wie es Euch ergeht, aber immer wieder wird uns die Frage gestellt, was eine Makrofotografie im eigentlichen Sinne ist. Wir bringen das kurz auf die Formel „Kleines ganz groß“. Im engeren Sinne bedeutet das, dass das abgebildete Motiv in einem Abbildungsmaßstab von 1 wiedergegeben wird.  Das gelingt natürlich mit kleinen Motiven deutlich besser als mit den großen.

Foto: Ulrike Scharfenberger – Echinacea purpurea Magnus

 

Nicht immer dulden Modelle eine solche Nähe des Menschen. Meist sind sie schon weg, bevor man überhaupt in eine für das Makro akzeptable Reichweite gekommen ist.

Was tun? Diese Frage hängt natürlich von verschiedenen Dingen ab. Will man beispielsweise verschiedene bestimmte Insekten fotografieren und will man die Chance, diese auch tatsächlich aufnehmen zu können, nicht dem Zufall überlassen, so wird man sich mit den Gewohnheiten dieser Tiere vertraut machen müssen. Man muss wissen, wo man sie findet und wie man gut an sie herankommt. Etliche Insekten brauchen eine gewisse „Betriebstemperatur“, um aktiv werden zu können. Das macht es natürlich leichter, mit der entsprechenden Ausrüstung an das Motiv der Begierde heranzukommen. Es gibt aber auch eine andere Möglichkeit. Wenn man sich von dem Gedanken verabschiedet, dass eine Makrofotografie auch mit einem Makro-Objektiv erstellt werden muss: Man kann ein flinkes, schnell flüchtendes Insekt mit einem Teleobjektiv einfangen. Und das sieht z. B. so aus:

Foto: Günter Heurung                                               Libelle

Probiert es mal aus.
Viel Spaß dabei und gutes Licht wünscht Euch

Ulrike