Projektgruppe "Abstrakte Fotografie"
In der Geschichte der Fotografie experimentierten Fotografen schon ab dem Beginn des 20.Jahrhunderts mit Abstraktion, parallel zum Abstrakten Expressionismus in der Malerei.
Zunächst ging es dabei um künstlerisches Arbeiten direkt auf lichtempfindlichen Bildträgern, also Experimenten ohne Kamera mit Texturen, Strukturen oder Farben.
Der Fotograf Alfred Stieglitz schuf vor 100 Jahren den Begriff „equivalents“ für seine Naturfotografien, sie sollten innere Zustände sichtbar machen. Mit seinen Bildern wollte er nicht
Reproduktion sondern Transformation erreichen. Spätere Fotografen nannten ihre abstrakten Arbeiten „visuelle Poesie“ oder „digitale Fotomalerei“. Die Objekte verlieren ihre Wirklichkeit und gewinnen neue Bedeutungen.
Wir erreichen Verfremdung zum Beispiel durch Doppel-oder Langzeitbelichtung, durch gezielte Bewegung der Kamera oder digitale Bildbearbeitung. So entstehen Fiktionen, die zu Assoziationen und Interpretationen einladen.
Die Gruppe Abstrakte Fotografie macht mehrmals im Jahr Fotospaziergänge, wobei es Überschneidungen zu Portrait-, Street-, Landschaft-, Architektur- oder Makrofotografie gibt.
Ansprechpartnerin : Beate Ruttkowski
