Projektgruppe „Makrofotografie“

„Mal etwas Spezielles“ – sagt sich diese Arbeitsgruppe. Fotografie ist vielseitig. Will man Außergewöhnliches schaffen, muss man sich auch mal auf etwas Spezielles einlassen.

Wir wissen nicht nur, dass es Makroobjektive, Lupenobjektive, Balgengeräte, manuelle Einstellschlitten, Stacking, Helicon, Zerena, Franzis und Photoshop gibt, wir benutzen diese Sachen auch. Dazu suchen wir interessante und inspirierende Locations auf. Als Beispiel sei einmal der „Botanische Garten“ in Düsseldorf genannt.

Die Erfahrungen mit diesen Ausrüstungen und Programmen sind unterschiedlich und so haben alle Clubmitglieder die Möglichkeit, sich Wissen anzueignen und mit geübten Vereinsmitgliedern auf Entdeckungstour der ganz kleinen Welt zu gehen.

Unsere Treffen sind nicht regelmäßig sondern abhängig von unseren Vorhaben und Zielen. Dazu zählen nicht nur die gemeinsamen Übungen und deren Nacharbeit, sondern auch der Besuch von Ausstellungen und Veranstaltungen.

Ansprechpartnerin: Ulrike Scharfenberger 

 

Hier werden wir Euch immer wieder über unsere Aktivitäten berichten und Euch auch den einen oder anderen Tipp geben.

 

Unverkennbar …

… die Vorweihnachtszeit ist da. 

Lichter erhellen die Straßen, Weihnachtsmärkte laden zum Verweilen ein und Weihnachtsschmuck verschönt das Zuhause. Es ist kälter geworden.

Diese Jahreszeit bietet uns eine Vielfalt an Möglichkeiten und das Schöne an der Makrofotografie ist: Man kann auch drinnen ganz viel fotografieren.

Schaut mal, was wir so gemacht haben.

Foto: Marianne Schlüter – Weihnachtskugel
Foto: Marianne Schlüter – Wachskerzenkabinett
Foto: Marianne Schlüter – Singen
Foto: Marianne Schlüter – Weihnachtsengel
Foto: Marianne Schlüter – Lichterglanz
Foto: Andrea Hermann – Winter
Foto: Ulrike Scharfenberger – Christrose

 

Wir wünschen Euch eine schöne Vorweihnachtszeit. 

Viel Freude und gutes Licht
Ulrike

 

Insekten vor der Linse

Unsere Treffen in freier Natur sind nicht nur entspannend, sie offenbaren auch die Vielfalt der kleinen Lebewesen in unserer Region. Heute wollen wir Euch deshalb einmal ein paar unserer Insektenfotos vorstellen.

Foto: Franjo Hartmann – Libelle
Foto: Franjo Hartmann – Libelle
Franjo Hartmann – Versteckt
Foto: Ulrike Scharfenberger – Insekten Collage
Foto: Kathrin Stempel – Schmetterling

 

Wabi Sabi – Die Schönheit des Unperfekten

Wir alle kennen das Streben nach dem perfekten Foto. Sehnsüchtig warten wir auf den richtigen Reifegrad des dann leuchtend roten Apfels, auf gutes Wetter, auf das richtige Licht, überlegen, ob wir die Kameraausrüstung noch etwas optimieren können und beginnen bereits die ersten Voreinstellungen für ein Supermakrofoto vorzunehmen.
Und dann geschieht das Unglaubliche: Alle guten Bedingungen treffen zusammen – allein, ein Wurm hat nicht so lange gewartet und unser Fotoobjekt der Begierde bereits bearbeitet.

Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, über ein neues Konzept nachzudenken – Wabi Sabi.

Wabi Sabi kommt aus dem Japanischen und ist ein Lebenskonzept, das sich ganz wunderbar auf die Fotografie anwenden lässt. Nicht der Glanz und der Perfektionismus stehen im Vordergrund, vielmehr geht es darum, eine zurückhaltende Ästhetik einzufangen, die sich erst auf den zweiten Blick offenbart. Einfachheit, Natürlichkeit und Vergänglichkeit sind die Grundlagen einer Wabi Sabi Fotografie. Nicht das neue hochglänzende Smartphone ist das Motiv sondern das Telefon, das bereits die Spuren vieler Gespräche zeigt und dadurch seinen Wert bekommen hat. Man muss gar nicht lange suchen, Wabi Sabi Motive finden wir überall.

Foto: Ulrike Scharfenberger
Foto: Ulrike Scharfenberger

 

Und jetzt seid Ihr wieder dran – sucht Euch die passenden Motive und dann geht’s los.

Viel Spaß und gutes Licht wünscht 
Ulrike

Wer mehr wissen möchte:

https://kwerfeldein.de/2013/05/03/wabi-sabi/
https://de.wikipedia.org/wiki/Wabi-Sabi

Aug in Aug mit dem Raubvogel …

Ganz so dramatisch ist es in einer Greifvogelwarte dann doch nicht.
Die Vögel, hier eine Ohreule, sind an neugierige Besucher gewöhnt. Trotzdem ist ein Tele, hier ein Zoom mit 250 mm notwendig. Da es recht dunkel im Gehege war habe ich Blende F 6.3 gewählt, was zu einer Belichtungszeit von 1/250 sec und Iso 2000 geführt hat.
Meine Spiegelung im Auge habe ich natürlich erst beim Hochvergrößern gesehen.
Dank dem aufmerksamen und geduldigen Model.

Text und Foto: Günter Heurung

 

Makro – Sommer – Urdenbacher Kämpe

Dieser Sommer ist zu schade, um im Studio zu sitzen und zu fachsimpeln. Da gehen wir doch lieber raus in die Natur und schauen, was uns vor die Linse kommt.

Entlang des Rheins bei Mohnheim und Düsseldorf zieht sich die Urdenbacher Kämpe, ein wunderschönes Wald-, Feld- und Wiesengebiet, das zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Urdenbacher_Kämpe).

Das war unser Ziel. Einen festen Plan, wo wir genau hinwollten, hatten wir nicht: Das Licht sollte uns leiten.
Aber ein Thema hatten wir uns ausgedacht: Strukturen und das wollten wir nicht eng auslegen.

Klassischer kann man Strukturen nicht einfangen – das Foto bedarf keiner weiteren Erklärung.

Foto: Andrea Hermann

Auch die Schnecke zeigt, wie schön ihr Haus strukturiert ist.

Foto: Kathrin Stempel

Einen Korkenzieher mit drei Früchten haben wir auch entdeckt:

Foto: Kerstin Schütze

Eine Distel reckt sich uns neugierig entgegen.

Foto: Kerstin Schütze

Immer wieder schön: ein Insekt auf einer Pflanze.

Foto: Andrea Hermann

Und das wollen noch Insekten werden, zwei Birkenspanner.

Foto: Kerstin Schütze

Und manchmal ist das Insekt auf der anderen Seite.

Foto: Ulrike Scharfenberger

Es ist immer wieder faszinierend, was man alles entdecken kann, wenn man nur offenen Auges durch die Natur geht.

Uns allen hat der Fotowalk unglaublich viel Spaß gemacht und es ist deutlich später geworden als geplant.

Foto: Kerstin Schütze 

 

Und jetzt zieht selber los.
Viel Spaß dabei und gutes Licht wünscht Euch
Ulrike  

Makro-Tele-Objektiv – widerspricht sich das?

Ich weiß nicht, wie es Euch ergeht, aber immer wieder wird uns die Frage gestellt, was eine Makrofotografie im eigentlichen Sinne ist. Wir bringen das kurz auf die Formel „Kleines ganz groß“. Im engeren Sinne bedeutet das, dass das abgebildete Motiv in einem Abbildungsmaßstab von 1 wiedergegeben wird.  Das gelingt natürlich mit kleinen Motiven deutlich besser als mit den großen.

Foto: Ulrike Scharfenberger – Echinacea Purpurea Magnus

Nicht immer dulden Modelle eine solche Nähe des Menschen. Meist sind sie schon weg, bevor man überhaupt in eine für das Makro akzeptable Reichweite gekommen ist.

Was tun? Diese Frage hängt natürlich von verschiedenen Dingen ab. Will man beispielsweise verschiedene bestimmte Insekten fotografieren und will man die Chance, diese auch tatsächlich aufnehmen zu können, nicht dem Zufall überlassen, so wird man sich mit den Gewohnheiten dieser Tiere vertraut machen müssen. Man muss wissen, wo man sie findet und wie man gut an sie herankommt. Etliche Insekten brauchen eine gewisse „Betriebstemperatur“, um aktiv werden zu können. Das macht es natürlich leichter, mit der entsprechenden Ausrüstung an das Motiv der Begierde heranzukommen. Es gibt aber auch eine andere Möglichkeit. Wenn man sich von dem Gedanken verabschiedet, dass eine Makrofotografie auch mit einem Makro-Objektiv erstellt werden muss: Man kann ein flinkes, schnell flüchtendes Insekt mit einem Teleobjektiv einfangen. Und das sieht z. B. so aus:

Foto: Günter Heurung – Libelle

Probiert es mal aus.
Viel Spaß dabei und gutes Licht wünscht Euch

Ulrike